Elspe. Wer bislang die Aufführung des Ensembles der Elsper Volksbühne noch nicht gesehen hat, dem sei ans Herz gelegt, sich den „Zauber des Krugerhofs“ anzuschauen. Die Darsteller zogen alle Register und die drei Akte vergingen wie im Flug.
Birgit Bierhoff begrüßte die Gäste zur Premiere und dann ging es auch schon los. Treffend zum Stück wurde der Geisterstundentango von Gus Backus als Titelmelodie gespielt. Liebevoll gestaltet war auch in diesem Jahr das Bühnenbild.
Justus Krug, hervorragend durch Wilfried Schudmann in Szene gesetzt, hat finanzielle Probleme. Dabei möchte er doch so gerne mit seinem Kumpel Emil Pfeifer (Hermann-Josef Grewe) nach Rhodos auswandern.
Aber getreu dem Motto „Ohne Moos nichts los“ scheint es bei einem Traum zu bleiben. Auch die gute Seele des Hofes, Haushälterin Frieda Träger (Petra Zimmermann) weiß sich zunächst keinen Rat, was sich aber schnell ändern wird. Sie schlägt ihrem Chef Justus vor, ihr Gehalt um 20 Euro zu kürzen. Auf die erstaunte Gegenfrage antwortet sie, dass sie dann wenigstens Stütze bekommen würde. Die Gute hat sich unsterblich in ihren Brieffreund Meister Adebar verliebt; im Laufe des Abends kommt es hier zu einer handfesten Überraschung.
Emil Pfeiffer kommt auf die geniale Idee, Justus einfach „sterben“ zu lassen, natürlich nur, um die Lebensversicherung einzukassieren, damit der Traum von Rhodos doch noch Wahrheit wird.
Pech nur, dass das Testament ungültig ist, weil die Unterschrift fehlt. So kommt es, wie es kommen muss, dass der eingesetzte Erbe Emil nichts bekommt und die raffgierige Nichte Klara Wunderlich (Lisa Schmitz) mit ihrem treu(doofen) Ehemann Hans-Dieter (Peter Kaiser) nach dem Verschwinden des Onkels auftaucht, um das unerwartete Erbe einzukassieren.
Um dieses alles zu verhindern, läuft Frieda Träger zur Höchstform auf, denn es geht ja auch um ihre Arbeitsstelle, die auf dem Spiel steht.
Alois Fischer (Reimund Busse), herrlich mit kölschem Akzent, versucht in seiner Doppelrolle als Notar und Feuerwehrmann, den rechtmäßigen Weg einzuhalten. Klara bringt auch ihren Rechtsanwalt Wolfgang Storchenbein mit. Aber alles läuft für Klara schief. Als dann schließlich noch Fräulein Maruscha auftaucht (zum ersten Mal dabei: Gerlinde Gotthardt), wird es richtig schaurig-schön.
Mit einer gehörigen Portion Wortwitz garniert, gehen die Darsteller in ihren Rollen auf. Die Truppe kann sich jederzeit auf die Souffleuse Erika Busse verlassen.
Die letzten drei Aufführungen finden am Freitag, 31. März, und Samstag, 1. April,  jeweils um 19.30 Uhr statt, am Sonntag, 2. April, beginnt um 18 Uhr das Finale in der Schützenhalle Elspe.spukkl